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Erfolge am Rande der Aufmerksamkeit

© Wikimedia Commons, Laurens Schrijver

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Die Nationalmannschaft fungiert als Indikator für den Stellenwert einer jeweiligen Sportart, die Berufung der jeweiligen Bundestrainers als Ritterschlag für einen jeden Sportler. Nichtsdestotrotz besteht grundsätzlich leider kein direkter Zusammenhang zwischen dem Erfolg eines Teams und der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und ultimativ auch nicht mit dem Verdienst der Sportler. Sogenannte Randsportarten frönen häufig ein Schattendasein, die Sportler müssen sich Zweitjobs suchen, um die Familie über Wasser zu halten und von TV-Übertragungen können alle Beteiligten nur träumen, während im Fußball die Millionen wie Peanuts über den Tisch geschoben werden. Daher wäre ein Unterstützung für weniger wahrgenommene Sportarten von überregionalen Sport-Bunden, eine Art Subventionierung, die den Akteuren zumindest ein angemessenes Gehalt sichern und eine Berichterstattung, die die Leitungen entsprechend honoriert, wünschenswert.

Hockey ist so eine Sportart. Dabei haben sowohl das Nationalteam der Männer als auch das der Frauen große Erfolge vorzuweisen. Die Mädels sind 2013 Europameister, die Männer 2008 und 2012 sogar Olympiasieger geworden. Und trotzdem sind abgesehen von der Zeit während großer Turniere kaum Infos und Berichterstattung zu finden. Dabei hat die Sportart neben den jüngeren Erfolgen ist eine lange und erfolgreiche Tradition vorzuweisen, etwa in Form des UHC und HTHC der Hockeyhochburg Hamburg. An diesen Sportstätten steht neben attraktivem Sport übrigens auch ein ansprechendes Umfeld mit schönen Bauten auf dem Plan, etwa wie das Clubhaus des TC 1899.

Die Geschichte der Olympischen Spiele

Das wohl bekannteste Sportfest der Welt sollte jedem ein Begriff sein, doch nur wenige wissen über die genauen Hintergründe der Olympischen Spiele Bescheid. Mehr als 4.000 Jahre reicht diese Tradition zurück – bis ins antike Griechenland. Die erste gut erhaltene Siegerliste stammt aus dieser Epoche, genauer dem Jahr 776 vor Christus. Damals wurde gespielt, um die Götter zu besänftigen, heute geht es eher um die Völkersverständigung. Aber auch das berühmte Motto der Römer kann für damals wie heute angewendet werden: Gebt der Bevölkerung Brot und Spiele!

Los ging es mit den Olympischen Spielen auf dem heiligen Berg von Olympia, der auf der Halbinsel Peloponnes liegt. Unter den zahlreichen griechischen Volksfesten, die alle mehr oder minder der Huldigung der vielen Götter dienten, waren die Olympischen Spiele mit Abstand die bedeutendsten. Zunächst gab es nur die Disziplin des Stadionlaufs, der 192,27 Meter lang ging. Der Gewinner dieses Wettlaufs hatte dann die Ehre, das Feuer vor dem Zeus-Tempel zu entfachen und erhielt einen Olivenkranz.

Im Laufe der Jahre kamen immer weitere Disziplinen dazu und die Spiele dauerten folglich immer länger: Diskuswerfen, Weitsprung, Speerwerfen, Ringkampf, Reiten, Pferderennen und Boxen. Bei den Leicht- und Schwerathlektik-Wettbewerben traten übrigens alle Sportler komplett nackt an. Doch nicht nur um Sport ging es damals, die Olympischen Spiele wurden auch als Forum für Politik und Wirtschaft genutzt. Auch Theater und Konzerte gab es. Zuschauen durften nur unverheiratete Männer, die sich nichts hatten zu Schulden kommen lassen: Für Frauen gab es eigene Wettkämpfe, die Heräen. Übrigens wurden damals nur die Sieger geehrt, der zweite oder dritte Platz bedeutete Nichts.

Ungefähr 400 Jahre nach Christi Geburt war erst einmal Schluss mit den Spielen: Der römische Kaiser Theodosius I. empfand die mit den Wettkämpfen verbundene Götter-Huldigung als veraltet und verbot die Spiele. Erst 1896 kam es zur Neuauflage, im Jahr 1924 zum ersten Mal auch zu Olympischen Winterspielen. Bis zum Jahr 1994 fanden jedes Jahr Sommer- wie Winterspiele statt, mittlerweile wechseln sie sich jedes Jahr ab. Heutzutage dauern die Wettkämpfe gut zwei Wochen und umfassen im Sommer 28 Sportarten. Auch ein Wettkampf für behinderte Sportler, die Paralympics, finden seit 1960 regelmäßig statt.

Die Geschichte des olympischen Fackellaufes

© Markus Reinke - Fotolia.com

© Markus Reinke – Fotolia.com

Es gibt nur wenige universelle Feste und Riten, die den Globus umspannend für Einigkeit sorgen. Neben Weihnachten, dass zumindest die christliche Welt an einem Tag im Jahr gemeinsam näher rutschen lässt um inne zu halten und sich in Besinnlichkeit zu üben, gibt es noch das olympische Feuer, dass sogar noch mehr Menschen eint als die Christenheit.

Das olympische Feuer symbolisiert Wärme und Licht. Feuer braucht man zum Garen und zum Schutz vor Kälte, Dunkelheit und Tieren. Darüber hinaus kann man mit Hilfe von Feuer eine Menge Materialien bearbeiten. Die alten Griechen, auf die die Einführung der antiken Spiele in Olympia zurückgeht, entschieden sich für das Feuer als olympisches Symbol. Einer Sage nach hatte Prometheus das Feuer den Göttern gestohlen.

Heutzutage steht das olympische Feuer für Frieden und Verbundenheit zwischen den Völkern im sportlich-fairen Kampf der verschiedenen Spiele. Die Spiele beginnen mit der Entzündung der Flamme im Stadion, hierfür wird im historischen Olympia eine Fackel mit Hilfe eines Spiegels entfacht. Diese Fackel wird dann zum jeweiligen Austragungsort der Spiele transportiert. Wenn die Fackel das Stadion erreicht wird das olympische Feuer entzündet und die Spiele beginnen. Mit dem erlöschen der Flamme sind auch die Spiele beendet.

Doch ausgerechnet die Nazis erfanden das Prozedere um den Fackellauf. Zum aller ersten Mal wurde das olympische Feuer mit einer Fackel im Jahr 1928 bei den Spielen in Stockholm entzündet. Unter der ausdrücklichen Unterstützung von Goebbels setzte Sportfunktionär Carl Diem die Tatsache des historischen Fackellaufes in die Tat um.

Nach dem ersten Weltkrieg übernahmen alle Ausrichterländer den 1936 für die Propaganda missbrauchten Fackellauf der Nazis. Schnell geriet in Vergessenheit wer den Fackellauf wieder ins Leben gerufen hatte.

Olympische Spiele im Miniformat? – Europaspiele geplant

Baku möchte angeblich mögliche Europäische Spiele austragen

Baku möchte angeblich mögliche Europäische Spiele austragen

Die olympischen Spiele sind – ob Sommer, ob Winter – ein Ereignis, das sich alle zwei Jahre großer Beliebtheit erfreut. Natürlich vor allem aufgrund zahlreicher sportlicher Höchstleistungen in den verschiedensten Sportarten. Aber vielleicht auch deswegen, weil sie nur alle zwei Jahre stattfinden und sie deshalb ebenfalls etwas Besonderes sind.

Welchen Sinn machen Europäische Spiele?

Das Europäische Olympische Komitee (EOC) möchte diese „Wartezeit“ nun verkürzen und denkt über „Europäische Spiele“ nach. Schon seit Jahren wird über Pro und Contra dieser neuen Veranstaltung gestritten, nun steht eine Entscheidung unmittelbar bevor. Bei der 41. Generalversammlung in Rom, an der mehr als 400 Delegierte aus allen Mitgliedsländern teilnehmen werden, wird verkündet, ob Europa sich über ein neues sportliches Event, nun ja, „freuen“ darf oder nicht. Die Euphorie könnte nämlich angesichts der Negativ-Aspekte, die den „Europäischen Spielen“ zugeschrieben werden, etwas spärlich ausfallen. Einer dieser Negativ-Punkte liegt für Sportfans auf der Hand: Viele große Sportarten richten schon eigene Europa- und Weltmeisterschaften aus. Und dann eben noch die olympischen Spiele. Das sollte doch erstmal reichen.

Aserbaidschan als Gastgeberland?

Die negative Meinung teil unter anderem der europäische Verband der Leichtathletik EAA. Der sprachen sich einstimmig gegen die Teilnahme der Leichtathleten an den Europäischen Spielen aus. DLV-Präsident Clemens Prokop brachte die wahrscheinliche Schlussfolgerung auf den Punkt: Europaspiele wären eine Farce ohne Leichtathleten, würde man den hohen Stellenwert derselben bei den Olympischen Spielen betrachten. Da könnte er nicht Unrecht haben. Zumal nicht nur nahezu alle Sportarten der Leichtathletik eigene Meisterschaften veranstalten, denn dies tun auch Fußball, Handball, ja sogar Rudern – Welche Sportarten blieben dann noch übrig? Vorbilder gibt es zwar, wie die Afrikanischen Spiele, die Asien-Spiele oder die Panamerikanischen Spiele, doch es ist fraglich, ob sich solch eine Veranstaltung auch in Europa durchsetzen wird. Sogar ein Austragungsort würde schon feststehen. Gerüchten zufolge bietet Baku, die Hauptstadt Aserbaidschans, sich als Austragungsort an. Nicht auf Kosten der Steuergelder, sonder finanziert durch eine Privatperson.

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Diskus: Russische Silber-Gewinnerin gedopt?

Doping

Doping

Ein weiterer Doping-Fall erschüttert die Welt des internationalen Spitzensports. Die Russin Darja Pischtschalnikowa, Diskus-Weltmeisterin 2011 und Olympia-Zweite 2012 in London, droht nun nach einer positiven Dopingprobe eine lebenslange Sperre. Nach Angaben der russischen Anti-Dopingbehörde Rusada, die durch eine Meldung der  Nachrichten-Agentur Itar-Tass bekannt wurden, seien in einer Blutprobe von Spuren von anabolen Steroiden nachgewiesen worden. 

Dies wäre nicht das erste Mal. Bereits im Jahr 2008 soll sie zusammen mit anderen russischen Athleten vor den olympischen Spielen in Peking Dopingproben manipuliert haben. Wegen des damaligen Vergehens war die Sportlerin schon zwei Jahre und neun Monate gesperrt gewesen, nun droht ihr eine lebenslange Sperre. 

Innerhalb weniger Tage war der Fall Pischtschalnikowa der zweite Paukenschlag, der die russische Sportwelt erschütterte. Kurz zuvor wurde bereits die frühere Europameisterin über 10.000 Meter und Olympia-Vierte Inga Abitowa wegen eines Doping-Vergehens gesperrt worden. Auch der Ringer Soslan Tigijew aus Usbekistan musste seine Bronzemedaille aus London vor wenigen Tagen zurückgeben. Ihm wurde im August der Konsum von Methylhexaneamin, einem verbotenen Stimulanzmittel, nachgewiesen.

Zehn internationale Athleten wurden damit nach den Olympischen Spielen von London schon des Dopings überführt. Der prominenteste Fall war die Überführung der Olympiasiegerin im Kugelstoßen Nadeschda Ostaptschuk. Ihr wurde in zwei Proben die Nutzung des Steroids Metenolon nachgewiesen worden. 

Damit werden wohl auch wieder die Stimmen laut, die sich für eine noch strengere und umfassendere Kontrolle der Sportler und Sportlerinnen aussprechen. Doch es ist fraglich, wie viel das bringt. Fakt ist, dass schon seit Jahrzehnten die Pharmaindustrie und die Dopingärzte dem Kontrollsystem immer einen Schritt in der technischen Entwicklung und in der Forschung voraus, und daher meist nur nachträglich zu überführen sind. Eine Alternative wäre die allgemeine Erlaubnis zur Nutzung von leistungssteigernden Mitteln aller Art, diese würde jedoch wohl nicht in Einklang mit dem olympischen Gedanken zu bringen sein.

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Nach der Friedrich-Nominierung: Es brodelt im Hochsprung

© emeritus2010 - Fotolia.com

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Die Nominierung von Ariane Friedrich, Hochsprung-Rekordhalterin, als Vertreterin des deutschen Hochsprungs bei den diesjährigen olympischen Spielen in London hat nun für einige Kritik gesorgt. Denn die Hochsprung-Athletin reist nur mit einer Wildcard nach England. So gab der Deutsche Olympische Sportbund einem Antrag des Deutschen Leichtathletik-Verbandes auf eine Ausnahmeregelung für Friedrich statt. Diese war aufgrund eines Magen-Darm-Infektes nicht bei den Europameisterschaften in Finnland dabei und konnte bisher auch nicht die Norm von 1,95 Metern erreichen.

Vor allem Ulrike Nasse-Meyfarth und Rainer Henkel kritisieren Friedrich und deren Nominierung scharf. Rainer Henkel, Ex-Mann von Heike Henkel, bemängelt vor allem, dass Friedrich nur hochgejubelt werde, aber wenn es  wirklich darauf ankommt, keine Leistung zeigen würde. Ulrike Nasse-Meyfahrt, selbst Olympiasiegerin im Hochsprung, glaubt außerdem, dass Friedrich auch wegen ihres schrillen Äußeren bevorzugt wurde. Was die Betroffene selbst sagt ist nicht bekannt. Ariane Friedrichs Trainer Günter Eisinger hat bis zum Beginn der Spiele eine Pressesperre erteilt. Er sieht die Zulassung Friedrichs zu Olympia gerechtfertigt. Aufgrund ihrer früheren Leistungen und weil sie in dieser Saison zweimal die B-Norm erfüllen konnte. Diese liegt bei 1,92 Meter. Außerdem hat Friedrich bereits die amtierende Hallenweltmeisterin Chaunte Lowe besiegt.

Bisher wurde Friedrich auch nur per Telefon über die Nominierung informiert, eine offizielle Einladung fehlt noch. Trotzdem steht die Reise nach London fest im Terminplan der deutschen Hochspringerin. Bis zu Olympia bliebt noch etwas Zeit zu trainieren. Am 9. August um 9:30 Uhr morgens beginnt die Qualifikation für das Finale im Hochsprung der diesjährigen Olympischen Sommerspiele in London. Friedrich’s Ziel ist eine Platzierung unter den besten 12, denn nur so kann sie auch ins Finale am 11. August einziehen. Ihr Trainer ist zuversichtlich, dass sie die verlangte Höhe von 1,95 Metern, trotz aller Kritik, erreichen wird.      

Olympia für die deutschen Volleyballer?

© terex - Fotolia.com

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Am kommenden Wochenende wird es ernst für die deutschen Volleyballer. In Berlin bekommen sie die letzte Chance, doch noch bei den Olympischen Spiele in Londen dabei zu sein. Beim Qualifikationsturnier in der Max-Schmeling-Halle müssen sich die deutschen Männer gegen die Teams aus Indien, Kuba und Tschechien durchsetzen, um nach 2008 in Peking auch bei der Olympiade in Großbritanniens Hauptstadt teilnehmen zu dürfen. Ganz nebenbei würde sie dem deutschen Ballsport behilflich sein, denn der wird in London nur mager vertreten sein. Weder Fuß- oder Hand- noch Basket- oder Wasserball: deutsche Beteiligung sucht man vergeblich. Einzig die Hockey-Mannschaften der Damen und Herren halten die deutsche Fahne hoch.

Wenn alles gut läuft, werden auch die deutschen Volleyballer ins olympische Spielgeschehen eingreifen können. Vorher aber muss alles passen. Schon gegen Indien stehen die Deutschen unter enormen Druck, hoffen aber auf ihre Heimstärke und die Unterstützung zahlreicher Fans. Mit Kuba wartet am Sonnabend ein harter Gegner, den man bereits in der Qualifikation für 2008 bezwingen konnte. Aber auch Tschechien darf nicht unterschätzt werden. Drei Siege und der olympische Traum wäre perfekt.

Dass die Mannschaft von Bundestrainer Vital Heynen überhaupt noch die Chance auf Olympia bekommen würde, hätte man angesichts des ernüchternden Ergebnisses bei der EM im vergangenem Jahr und des vorzeitigen Ausscheidens als Letzter der Vorrunde kaum denken können. Doch dem starken Aufwärtstrend mit dem Sieg beim Turnier in der Weltliga sei Dank. Der erst im November 2011 ins Amt gekommene Heynen kann es selbst kaum fassen und sieht allein schon die Teilnahme an dem letzten Quali-Turnier als Riesenerfolg und will so wohl auch ein Stück weit Druck von seinen Jungs nehmen.

Farbenfroh: Das Olympiateam 2012

© Arno Bachert - Fotolia.com

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Ganz London ist in Aufregung, schließlich stehen der Metropole an der Themse die Olympischen Spiele 2012 bevor. Immer mehr Neuigkeiten sickern derweil durch und versprechen so frohe und vor allem bunte Wettkämpfe wie selten. Vor vier Jahren waren es Männer in grauen Anzügen, die auf der Olympiade in Peking Deutschland repräsentierten. Auch die Frauen waren in einem vorsichtigen Orange und Weiß. In London hingegen wird es viel Farbe geben: So will die deutsche Mannschaft in Pink und Hellblau auftreten.

Probeschauen konnte man schon einmal in der Düsseldorfer Messe, wo kürzlich von 21 Sportlern das Outfit der deutschen Truppe in London präsentiert wurde. Alles ist komplett neu: Jacken, Hosen und Schuhe sind so lebendig und bunt wie selten.

Für das Kostüm ist nicht wie vor vier Jahren Betty Barclay zuständig, sondern Willy Bogner. Der ist seit den Winterspielen in Garmisch-Partenkirchen im Jahre 1936 durchgängig für die Outfits der Wintersportler zuständig gewesen und darf dieses Jahr erstmals auch zeigen, dass ihm ebenso der Sommer liegt. Nach der Modeschau in Düsseldorf ist klar, dass es sich dabei um eine ausgezeichnete Wahl handelt und Bogners Kostüme alles andere als enttäuschen.

Dass Olympia farbenfroh und ausgelassen sein darf, scheint sich Willy Bogner zum Motto gemacht zu haben: Pink und hellblau dominieren die Jacken und sind ja ohnehin Trendfarben. Rund 400 Sportler, 170 Teilnehmer der Paralympics und die mehr als 400 Betreuer bekommen das Outfit, das mit zahlreichen Accessoires rund 70 Einzelstücke umfasst. Neben dem Outfit von Bogner sind auch Produkte von Adidas und dem Schuhhersteller Sioux vertreten. Insgesamt kosten die Outfits rund zwei Millionen Euro und machen damit ein Drittel der Gesamtkosten für das deutsche Olympia-Team aus. Besonders engagierte Sportbegeisterte können sich auch Original-Outfits bestellen: Jedenfalls mit genug Kleingeld. Die hellblaue Wendejacke „London“ gibt es zum Beispiel ab 649 Euro. Bleibt nur noch zu hoffen, dass sich das deutsche Team in London so lebendig zeigt wie ihre Outfits!

Mach es noch einmal, Birgit!

Birgit Fischer von insm/Flickr.com

Birgit Fischer von insm/Flickr.com

Birgit Fischer in die Kanufahrerin schlechthin in Deutschland. Mittlerweile ist sie 49 Jahre alt und gehört zum alten Eisen. Denkste! Denn immerhin plant sie ein Comeback. Um genauer zu sagen schon das vierte. Denn immer wieder verkündete Birgit ihren Rücktritt vom Rücktritt. Was war dann die Folge? Immer wieder gewann sie Gold und überzeugte somit jeden einzelnen Kritiker und stemmte wirklich eine Mammutaufgabe in diesem Alter. So wird sie nun bei den nächsten olympischen Spielen schon 50 Jahre alt sein. Natürlich hoffen alle, dass sie auch dort wieder überzeugt und das Edelmetall mit nach Hause bringt. Selbst wenn es dann nur Silber und nicht Gold werden würde, wäre wahrscheinlich niemand enttäuscht sondern wirklich stolz auf sie. Außer sie selbst vielleicht.

Doch erst einmal muss die Ruderin es schaffen ins deutsche Nationalteam zu kommen, was nun wirklich keine leichte Aufgabe ist. Dort befinden sich wirklich starke Ruderinnen welche gerade bei der WM in Ungarn immerhin Silber für sich beanspruchen durften und überzeugten. Doch wenn Birgit Fischer ihr Comeback ankündigt dann macht sie ernst. Das hat sie in den letzten Jahren bewiesen und so wird sie auch dieses Jahr wieder sehr hart arbeiten und trainieren. Denn nicht nur aufgrund der Konkurrenz, sondern auch wegen ihrem fortgeschritten Alter wird es das härteste Comeback, was sie je unternommen hat.

Auch ihre Nichte Fanny könnte vielleicht ein Comeback starten. Diese befindet sich aus Motivationsgründen zurzeit in einer Pause und wollte nicht verkünden wie lange diese dauern sollte. Doch da nun ihre Tante wieder zurückkommt könnte das vielleicht Motivation genug für die Olympiasiegerin von 2008 sein, sodass man vielleicht Tante und Nichte bald wieder zusammen in einem Zweier bewundern und anfeuern kann.

Das olympische Feuer 2012 wird in London gezündet

Olympisches Feuer, Foto: roehricht_flickr

Die Verkündung in Südafrika für die olympischen Winterspiele sorgte für enttäuschte Gesichter bei den deutschen Bewerbern. So hatte man sich mit München eine Menge erhofft. Nun werden diese aber in Südkorea stattfinden.

Zur Austragung der olympischen Sommerspiele 2012 hatte sich Deutschland zwar damals  beworben, war aber schon in der Vorentscheidung mit Leipzig gescheitert und hatte somit nicht so große Hoffnung ins Ergebnis gelegt. Es dürfte aber über den Austragungsort trotzdem nicht ganz traurig sein. So finden diese in London statt, was immerhin nicht so weit von Deutschland weg ist (ganz im Gegensatz zu Südkorea) und somit einigen deutschen Fans noch eher die Möglichkeit bietet live zu sein.

So ist London 2012 die erste Stadt, die die olympischen Sommerspiele zum dritten mal ausrichtet. So wählte das IOC diese in Singapur zum Austragungsort. Die Entscheidung war bis zum Ende offen und gilt auch im Nachhinein als eine der spannendsten Entscheidungen in der Geschichte der fünf Ringe. So setzte sich London erst im vierten Wahlgang durch, wobei sie den Konkurrenten Paris besiegten. Zuvor waren schon Moskau, New York und Madrid ausgeschieden. Somit darf London diese Spiele nun nach 1908 und 1948 ein weiteres Mal präsentieren. Die Spiele werden 2012 vpm 27. Juli bis zum 12. August stattfinden und viele Menschen wieder in ihren Bann ziehen.

Interessant ist, dass bei der Entscheidung und Verkündung der olympischen Spiele wirklich eine große Zahl an Prominenz auftauchte. So versprach Jacques Chirac unvergessliche Spiele und George Bush wandte sich per Videoübertragung ans IOC Komitee und stellte klar, dass die amerikanische Regierung voll hinter dieser Olympiade stehe und bereit sei zu 100% spektakuläre Spiele zu veranstalten.Außerdem setzten sich auch Hillary Clinton und Boxlegende Muhammad Ali dafür ein. Russland bekam Unterstützung von seinem Präsidenten Putin, welcher das Komitee bat, eine historische Entscheidung zu treffen und somit Moskau auszuwählen.