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Heimpleite für Vettel

Es sollte Vettels erster Sieg vor heimischer Kulisse werden. Doch leider reichte es am Ende nicht einmal zu einem Podiumsplatz. Vettel landete auf Platz 4. Sein Kollege Mark Webber, von Pole Position gestartet, erreichte nur Platz 3 im Rennen. Somit ist dies das schlechteste Ergebnis der Saison für Red Bull. Aber auch für Vettel, der in dieser Saison auf dem Podium noch nicht einmal gefehlt hat.

So sagte Vettel nach dem Rennen, dass die Konkurrenz einfach sehr stark aufgeholt hätte und der vierte Platz das Maximum war, was er erreichen konnte. So gewann das Rennen im Mercedes Lewis Hamilton, dicht gefolgt von Fernando Alonso im Ferrari. So musste sich Vettel auch schon böse Kommentare von Kritikern anhören. Unter anderem, dass Vettel nur aus der ersten Reihe gewinnen könne, wenn er also beim Start schon vorne anfängt. Tatsächlich zeigt die Statistik, dass Vettel fast alle Rennen die er gewann aus der ersten Startreihe begann. Jedoch muss man auf der anderen Seite sagen, dass Vettel den Großteil seiner Rennen auch aus der ersten Reihe startete und somit auch im Qualifying zeigte, ob ihm die Strecke liegt oder nicht.

Und einmal ganz ehrlich: Nach diesem Ergebnis kann man doch nicht wirklich ernsthafte Kritik an Vettel oder Red-Bull üben. Immerhin ist der dritte und vierte Platz als schlechtestes Ergebnis doch nun wirklich ein Luxus-Problem. So hat Red-Bull in der Konstrukteurswertung seinen Vorsprung sogar ausgebaut. Und selbst in der Fahrerwertung hat Vettel bei noch bleibenden 9 Rennen 77 Punkte Vorsprung auf seine Verfolger. Das heißt selbst wenn ein anderer Fahrer alle restlichen Rennen gewinnt genügen Vettel auch noch vier 3. Plätze und fünf 2. Plätze. Und selbst dieses Szenario ist unwahrscheinlich, da sich die Verfolger gegenseitig die Punkte klauen.

Also liebe Kritiker: Ein vierter Platz ist wirklich kein schlechtes Ergebnis!

Sebastian Vettel, Foto: cerdolfo_flickr