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Karl-Heinz Rummenigge: Fifa ist ein Korruptionsstadl

Karl-Heinz Rummenigge, Foto: maxiaurelius_flickr

Der Bayern Boss, Karl-Heinz Rummenigge, bezeichnet die Fifa einen Korruptionsstadt und kritisiert den DFB-Präsidenten Theo Zwanziger. Sicherlich verfolgt Rummenigge damit auch eigenes Interesse.

Mit seiner Aussage löste der Vorstandschef des FC Bayern München eine Debatte um das Fussballfunktionärswesen in Deutschland aus. Der Theo Zwanziger wurde erst neulich in die Fifa-Exekutive gewählt. Zwanziger steht eindeutig auf der Seite von Blatter, was Rummenigge nun als nicht “sehr klug” bezeichnet. Weiterhin kommentierte er “Blatter stets zu verteidigen, obwohl die ganze Welt weiß, wie es wirklich ist.”

Bisher hatte Zwanziger überwiegend positive Stimmen für seine Politik erhalten. So eine harsche Kritik war noch nie in der Öffentlichkeit zu hören. Zwanziger zeigt sich wie immer dünnhäutig. Der Funktionär, der gerade es Franz Beckenbauer als deutschen Vertreter abgelöst hatte, antwortete: “Ich finde es befremdlich, dass nach Uli Hoeneß nun auch Karl-Heinz Rummenigge in dieser Sache den Weg über die Öffentlichkeit sucht, statt zunächst einmal persönlich mit mir zu sprechen.” Die ihm gegenüberliegenden Vorwürfe bezeichnete der DFB-Präsident als “nicht nachvollziehbar”.

Rummenigge scheint aber nicht den Streit bei Seite legen zu wollen. Er griff erneut Zwanziger an: “Ich werde es nicht länger akzeptieren, dass uns Menschen führen, die nicht ernsthaft und sauber arbeiten”, hieß es bei einem Interview mit der englischen Tageszeitung “The Guardian”. Auf die Taten nach seinen Aussagen lässt Rummenigge warten. Es wird auch kaum möglich sein.

Franz Beckenbauer wusste es in seiner Position sofort. Theo Zwanziger ist gerade dabei anhand von einigen Erfahrung zu merken, dass eine Revolution der Fifa nicht möglich sein wird. Rummenigge ist zudem ein Außenstehender, der Blatter kaum stürzen wird können. Die Fifa hat sich eben von der normalen Fussballweit entfernt, und so etwas wie Harmonie in den geschlosenen Reihen muss die Besatzung der Fifa wohl in den örtlichen Kleinanzeigen neu bestellen.

 

Der Fifa- Korruptionsskandal

Mohamed bin Hammam wurde für eine lebenslange Sperre für den Fussballverband verurteilt. Hammam wurde zuvor wegen des Korruptionsskandals des Weltfussball-Verbandes von der Fifa-Ethikkommision angeklagt. Das Urteil soll allerdings erneut angefochten werden.

Mohamed bin Hammam war der ehemalige Fifa-Präsidentschaftskandidat aus Katar bis die Korruptionsaffäre ans Licht kam. Hammam wurde für den Vorwurf Anfang Mai die Funktionäre der karibischen Fussball-Union mit Geldgeschenken in Höhe von jeweils 40.000 Dollar versucht zu bestechen, als schuldig gesprochen worden.  Der 62-Jährige wird in der Schweiz Einspruch einlegen.

Das Ethik-Komitee las sein Urteil nach einer zweitägigen Anhörung im Fifa-Hauptquartier in Zürich vor: “Mohamed bin Hammam wird hiermit auf Lebenszeit untersagt, an Aktivität auf nationaler oder internationaler Ebene teilzunehmen, die den Fussball betreffen.” Damit könnte der ehemalige Präsident der Asiatischen Fussball-Konföderation nicht mal Fussball auf der untersten Ebene organisieren. Nach 15 Jahren in der Fifa-Exekutive verliert Hammam alle seine Privilegien. Hammam war seit 1992 in der Fifa-Exekutive und seit 2002 der AFC-Präsident. Er soll als einer der wichtigsten Personen für die Fussball-WM 2022 in Katar gewesen sein, obwohl er nicht im Bewerbungskomitee war.

Zuvor wurden bereits andere Korruptionsaffären ans Licht geführt. Debbie Minguell und Jason Sylvester, beide CFU-Mitglieder, wurden ebenfalls wegen Bestechungsversuchen suspendiert – allerdings nur für 1 Jahr. Jack Warner war Fifa-Vize als er in Verbindung mit Hammams Skandal gebracht wurde. Er trat von allen Ämtern mit sofortiger Wirkung zurück und hat sich damit der Strafe seitens Fifa entzogen. Der Amerikaner Chuck Blazer, der an der Geschichte irgendwie beteiligt war, erhielt nur eine Verwarnung. Er habe nämlich im Mai behauptet, dass gegen gewisse CFU-Funktionäre ermittelt wird, obwohl es nicht stimmte.

Hammam jedoch beteuert weiterhin seine Unschuld und will mit allem möglichen juristischen Mitteln gegen das Urteil ankämpfen. Auf seiner Website schreibt Hammam: “Ich bleibe zuversichtlich, dass der Fall und die gegen mich vorliegenden Beweise schwach und unbegründet sind”, und weiter, “Sie sind nichtig und werden vor Gericht keinen Bestand haben.”