Archiv für die ‘Olympische Spiele’ Category

Olympische Jugend-Winterspiele 2012

Rodeln © st-fotograf - Fotolia.com

Rodeln © st-fotograf - Fotolia.com

Die Olympischen Jugend-Winterspiele sind in vollem Gange. Am vergangenen Wochenende wurden die Spiele in Tirol eingeläutet und deutsche Teenager holten da bereits Gold,Silber und Bronze.

Die Jungen und Mädchen aus der ganzen Welt sind alle hochmotiviert. Besonders das deutsche Team bekam einen Motivationsschub durch die herausragende Leistung von Franziska Preuß.

Die 17-jährige überzeugte mit einer enormen Ausdauer und einem starken Wettkampfwillen. Beim 6-Kilometer-Sprint ließ sie sogar alle 46 Konkurrentinnen hinter sich. Auch wenn sie einen Schießfehler beging, so bewältigte sie den Wettkampf in 17:27,7 Minuten. Die zweite wurde die Kasachin Galina Wyschnewskaja, die das Ziel 27,5 Sekunden später  erreichte.

Franziska Preuß geht mit ihrer Leistung als erste deutsche Jugend-Olympiasiegerin in die Wintersport-Chronik ein. Frank Ullrich, seiner Zeit einer der besten Biathleten der 70er und 80er und ebenfalls Olympiasieger, gratulierte Preuß als erster zu ihrem Sieg. Diese strahlte mit Freudentränen in den Augen und konnte ihr Glück kurz nach dem Sieg noch gar nicht fassen.

Ullrich urteilte, dass so ein Sieg über Jahre hinaus motivieren wird und einen besonderen Moment in einer so jungen Sportkarriere darstellt. Auch der Trainer Ulf Tippelt ist stolz auf seinen Schützling und lobt die Leistung. Er geht davon aus dass dieses Gold nun auch das restliche Team weiterhin motiviert und in den kommenden Wettkämpfen für gute Leistungen sorgt.

Doch auch andere deutsche Sportler trugen Siege davon. So gewannen die deutschen Eishockey-Spielerinnen in Inssbruck  mit 8:0 gegen die Slowakinnen. Der 17-jährige Rennrodler Christian Paffe holte ebenfalls den Sieg, sein Teamkollege Toni Gräfe gewann Bronze. Silber gewann die 15-jährige Skispringerin Katharina Althaus auf der 70-Meter-Schanze. Kombinierer Tom Lubitz holte leider keine Medaille. Trotz eines guten Starts beim 10-Kilometer-Langlauf, büßte er in den letzten Runden an Zeit ein. Hatte er zunächst noch einen 20-Sekunden-Vorsprung, wurde er am Ende doch nur Vierter.

Mach es noch einmal, Birgit!

Birgit Fischer von insm/Flickr.com

Birgit Fischer von insm/Flickr.com

Birgit Fischer in die Kanufahrerin schlechthin in Deutschland. Mittlerweile ist sie 49 Jahre alt und gehört zum alten Eisen. Denkste! Denn immerhin plant sie ein Comeback. Um genauer zu sagen schon das vierte. Denn immer wieder verkündete Birgit ihren Rücktritt vom Rücktritt. Was war dann die Folge? Immer wieder gewann sie Gold und überzeugte somit jeden einzelnen Kritiker und stemmte wirklich eine Mammutaufgabe in diesem Alter. So wird sie nun bei den nächsten olympischen Spielen schon 50 Jahre alt sein. Natürlich hoffen alle, dass sie auch dort wieder überzeugt und das Edelmetall mit nach Hause bringt. Selbst wenn es dann nur Silber und nicht Gold werden würde, wäre wahrscheinlich niemand enttäuscht sondern wirklich stolz auf sie. Außer sie selbst vielleicht.

Doch erst einmal muss die Ruderin es schaffen ins deutsche Nationalteam zu kommen, was nun wirklich keine leichte Aufgabe ist. Dort befinden sich wirklich starke Ruderinnen welche gerade bei der WM in Ungarn immerhin Silber für sich beanspruchen durften und überzeugten. Doch wenn Birgit Fischer ihr Comeback ankündigt dann macht sie ernst. Das hat sie in den letzten Jahren bewiesen und so wird sie auch dieses Jahr wieder sehr hart arbeiten und trainieren. Denn nicht nur aufgrund der Konkurrenz, sondern auch wegen ihrem fortgeschritten Alter wird es das härteste Comeback, was sie je unternommen hat.

Auch ihre Nichte Fanny könnte vielleicht ein Comeback starten. Diese befindet sich aus Motivationsgründen zurzeit in einer Pause und wollte nicht verkünden wie lange diese dauern sollte. Doch da nun ihre Tante wieder zurückkommt könnte das vielleicht Motivation genug für die Olympiasiegerin von 2008 sein, sodass man vielleicht Tante und Nichte bald wieder zusammen in einem Zweier bewundern und anfeuern kann.

Schwimm-WM 2011

Kaum ein sportliches Ereignis wurde in den letzten Jahren von so vielen Schreckensnachrichten überschattet wie die Schwimm-WM in Shanghai. Die Nachricht vom plötzlichen Tod Amy Winehouses, Bombenanschläge in Oslo, das furchtbare Attentat auf Jugendliche auf einer norwegischen Ferieninsel. Als ob er der Welt zeigen wolle, dass sich die Norweger dennoch nicht unterkriegen lassen, legte Dale Oen beim Finale über 100 Meter Brust eine weltrekordsnahe Leistung hin: er schwamm die Strecke in nur 58,71 Sekunden. Der 26-jährige, der bereits Olympia-Silber holte, schien sowohl bei der Siegerehrung als auch in zahlreichen Interviews sehr ergriffen. Es war ihm anzumerken, dass er mühsam um Fassung rang. Er selbst schilderte das Erleben dieser Tage als sehr belastend, denn alles habe ihn „an zu Hause“ erinnert. Um dem Team die seelische Belastung zu nehmen, waren im Umfeld der norwegischen Schwimmer viele klärende Gespräche geführt worden. Oen dankte dem gesamten Mitgliedsstab für die große Unterstützung. „Dennoch denkt man immer an daheim, es bleibt schwer“, so der norwegische Schwimmer. Oen betonte in mehreren Interviews, dass man trotz aller Tragödie weitermachen müsse, damit es „diesem Kerl nicht gelinge, die Zukunft Norwegens zu ruinieren“.

Schwimmen / Michael Lokner

Den zweiten Platz im 100- Meter Brustschwimmern belegte der Italiener Fabio Scozzoli, Dritter wurde der Südafrikaner Cameron van der Burgh. Die deutschen Schwimmer Hendrik Feldwehr und Christian vom Lehm waren beide im Halbfinale bzw. im Vorlauf ausgeschieden.

Auch in anderen Disziplinen hatten die Deutschen diesmal wenig Glück: beim 50 Meter Schmetterling wurde Steffen Deibler nur Sechster, was den Hamburger, der einen Medaillenrang nur um 0,2 Sekunden verpasste, schwer enttäuschte. Den Sieg trug der höchst kontrovers diskutierte Olympiasieger Cesar Cielo davon. Der Brasilianer war erst in der vergangenen Woche nach einer positiven Dopingprobe zum Start zugelassen worden.

Olympia 2018 in Pyeongchang

Stets wird die Frage des Olympiastandortes neu gestellt. Für die Spiele im Jahr 2018 wurde Pyeongchang gewählt. Die Region will jetzt der neue Wintersportort von ganz Asien werden.

Die Bevölkerung feiert, denn die Olympischen Spiele sind immerhin von sehr hoher Bedeutung und bringen viel Geld ins Land. Die Bewohner fühlen sich geehrt der Austragungsort für das Spektakel sein zu dürfen. Die Region in Südkorea ist bislang eher unangetastet geblieben. Der Aufschwung der mit den Spielen einkehren wird wird sich langfristig positiv auf die Region auswirken. Insgesamt sollen 230.000 neue Arbeitsplätze entstehen.

In der guten Stimmung gehen die Kosten für die Investitionen völlig unter. Die komplette Wirtschaft Asiens soll von dem Standort für die Austragung profitieren. Auch Sponsoren wie Hyundai oder Korean Air nutzen die Spiele für ihr ganz eigenes Marketing. In Südkorea ist die Stimmung auf jeden Fall auf dem Höchstpunkt. Man sieht sich selbst als innovatives Zentrum dass die Winterspiele im Jahre 2018 einzigartig werden lassen will.

Niemand zweifelt an den Fähikgkeiten des Landes als Wirtschaftsunternehmen. Immerhin wurden hier im Jahre 1988 auch schon die Sommerspiele ausgetragen. Südkorea kann zudem ganz schön angeben. Denn Immerhin hatten sie auch schon die Ehre die Leichtathletik WM und die Fußball WM auszurichten. Mit der geplanten Austragung der Winterspiele stehen sie ganz oben im Ranking der bekanntesten Sportaustragungsorte.

Was das alles im Einzelfall heißen wird und was noch so alles schief gehen wird, wird sich in den nächsten Jahren heraus stellen. Vielleicht übernehmen sich die Asiaten hier ein bisschen, denn immerhin wollen sie alles stets ganz besonders gut machen. Für die Bevölkerung bestehen hier keine Bedenken, sie freuen sich auf die Spiele, auch wenn bis dahin erst ein mal noch sieben Jahre vergehen werden.

Pyeonchang, Foto: International Olympic Committee_Flickr

Das olympische Feuer 2012 wird in London gezündet

Olympisches Feuer, Foto: roehricht_flickr

Die Verkündung in Südafrika für die olympischen Winterspiele sorgte für enttäuschte Gesichter bei den deutschen Bewerbern. So hatte man sich mit München eine Menge erhofft. Nun werden diese aber in Südkorea stattfinden.

Zur Austragung der olympischen Sommerspiele 2012 hatte sich Deutschland zwar damals  beworben, war aber schon in der Vorentscheidung mit Leipzig gescheitert und hatte somit nicht so große Hoffnung ins Ergebnis gelegt. Es dürfte aber über den Austragungsort trotzdem nicht ganz traurig sein. So finden diese in London statt, was immerhin nicht so weit von Deutschland weg ist (ganz im Gegensatz zu Südkorea) und somit einigen deutschen Fans noch eher die Möglichkeit bietet live zu sein.

So ist London 2012 die erste Stadt, die die olympischen Sommerspiele zum dritten mal ausrichtet. So wählte das IOC diese in Singapur zum Austragungsort. Die Entscheidung war bis zum Ende offen und gilt auch im Nachhinein als eine der spannendsten Entscheidungen in der Geschichte der fünf Ringe. So setzte sich London erst im vierten Wahlgang durch, wobei sie den Konkurrenten Paris besiegten. Zuvor waren schon Moskau, New York und Madrid ausgeschieden. Somit darf London diese Spiele nun nach 1908 und 1948 ein weiteres Mal präsentieren. Die Spiele werden 2012 vpm 27. Juli bis zum 12. August stattfinden und viele Menschen wieder in ihren Bann ziehen.

Interessant ist, dass bei der Entscheidung und Verkündung der olympischen Spiele wirklich eine große Zahl an Prominenz auftauchte. So versprach Jacques Chirac unvergessliche Spiele und George Bush wandte sich per Videoübertragung ans IOC Komitee und stellte klar, dass die amerikanische Regierung voll hinter dieser Olympiade stehe und bereit sei zu 100% spektakuläre Spiele zu veranstalten.Außerdem setzten sich auch Hillary Clinton und Boxlegende Muhammad Ali dafür ein. Russland bekam Unterstützung von seinem Präsidenten Putin, welcher das Komitee bat, eine historische Entscheidung zu treffen und somit Moskau auszuwählen.