Nach der Friedrich-Nominierung: Es brodelt im Hochsprung

© emeritus2010 - Fotolia.com

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Die Nominierung von Ariane Friedrich, Hochsprung-Rekordhalterin, als Vertreterin des deutschen Hochsprungs bei den diesjährigen olympischen Spielen in London hat nun für einige Kritik gesorgt. Denn die Hochsprung-Athletin reist nur mit einer Wildcard nach England. So gab der Deutsche Olympische Sportbund einem Antrag des Deutschen Leichtathletik-Verbandes auf eine Ausnahmeregelung für Friedrich statt. Diese war aufgrund eines Magen-Darm-Infektes nicht bei den Europameisterschaften in Finnland dabei und konnte bisher auch nicht die Norm von 1,95 Metern erreichen.

Vor allem Ulrike Nasse-Meyfarth und Rainer Henkel kritisieren Friedrich und deren Nominierung scharf. Rainer Henkel, Ex-Mann von Heike Henkel, bemängelt vor allem, dass Friedrich nur hochgejubelt werde, aber wenn es  wirklich darauf ankommt, keine Leistung zeigen würde. Ulrike Nasse-Meyfahrt, selbst Olympiasiegerin im Hochsprung, glaubt außerdem, dass Friedrich auch wegen ihres schrillen Äußeren bevorzugt wurde. Was die Betroffene selbst sagt ist nicht bekannt. Ariane Friedrichs Trainer Günter Eisinger hat bis zum Beginn der Spiele eine Pressesperre erteilt. Er sieht die Zulassung Friedrichs zu Olympia gerechtfertigt. Aufgrund ihrer früheren Leistungen und weil sie in dieser Saison zweimal die B-Norm erfüllen konnte. Diese liegt bei 1,92 Meter. Außerdem hat Friedrich bereits die amtierende Hallenweltmeisterin Chaunte Lowe besiegt.

Bisher wurde Friedrich auch nur per Telefon über die Nominierung informiert, eine offizielle Einladung fehlt noch. Trotzdem steht die Reise nach London fest im Terminplan der deutschen Hochspringerin. Bis zu Olympia bliebt noch etwas Zeit zu trainieren. Am 9. August um 9:30 Uhr morgens beginnt die Qualifikation für das Finale im Hochsprung der diesjährigen Olympischen Sommerspiele in London. Friedrich’s Ziel ist eine Platzierung unter den besten 12, denn nur so kann sie auch ins Finale am 11. August einziehen. Ihr Trainer ist zuversichtlich, dass sie die verlangte Höhe von 1,95 Metern, trotz aller Kritik, erreichen wird.      

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