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Die Geschichte des olympischen Fackellaufes

© Markus Reinke - Fotolia.com

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Es gibt nur wenige universelle Feste und Riten, die den Globus umspannend für Einigkeit sorgen. Neben Weihnachten, dass zumindest die christliche Welt an einem Tag im Jahr gemeinsam näher rutschen lässt um inne zu halten und sich in Besinnlichkeit zu üben, gibt es noch das olympische Feuer, dass sogar noch mehr Menschen eint als die Christenheit.

Das olympische Feuer symbolisiert Wärme und Licht. Feuer braucht man zum Garen und zum Schutz vor Kälte, Dunkelheit und Tieren. Darüber hinaus kann man mit Hilfe von Feuer eine Menge Materialien bearbeiten. Die alten Griechen, auf die die Einführung der antiken Spiele in Olympia zurückgeht, entschieden sich für das Feuer als olympisches Symbol. Einer Sage nach hatte Prometheus das Feuer den Göttern gestohlen.

Heutzutage steht das olympische Feuer für Frieden und Verbundenheit zwischen den Völkern im sportlich-fairen Kampf der verschiedenen Spiele. Die Spiele beginnen mit der Entzündung der Flamme im Stadion, hierfür wird im historischen Olympia eine Fackel mit Hilfe eines Spiegels entfacht. Diese Fackel wird dann zum jeweiligen Austragungsort der Spiele transportiert. Wenn die Fackel das Stadion erreicht wird das olympische Feuer entzündet und die Spiele beginnen. Mit dem erlöschen der Flamme sind auch die Spiele beendet.

Doch ausgerechnet die Nazis erfanden das Prozedere um den Fackellauf. Zum aller ersten Mal wurde das olympische Feuer mit einer Fackel im Jahr 1928 bei den Spielen in Stockholm entzündet. Unter der ausdrücklichen Unterstützung von Goebbels setzte Sportfunktionär Carl Diem die Tatsache des historischen Fackellaufes in die Tat um.

Nach dem ersten Weltkrieg übernahmen alle Ausrichterländer den 1936 für die Propaganda missbrauchten Fackellauf der Nazis. Schnell geriet in Vergessenheit wer den Fackellauf wieder ins Leben gerufen hatte.

Die olympischen Spiele

Die Olympischen Spiele sind die regelmäßig ausgetragenen Sportwettkampfveranstaltungen in den verschiedensten Disziplinen in Sommer und Winter, wobei Athleten und Mannschaften gegeneinander antreten. Organisiert werden diese Spiele vom Internationalen Olympischen Komitee.

Die Olympischen Spiele der Neuzeit führte man in 1894 in Anknüpfung und wieder aufleben Lassen der antiken Festspiele ein.

Olympia / euzesio

Damals begründete sich der Begriff „Olympiade“ für den Zeitraum der vier Jahre, die stets zwischen den Spielen lagen. Olympia war der Austragungsort auf der Halbinsel Peloponnes. Anfangs gab es nur einen Wettlauf, so weit wie das Stadion war, doch die Spiele gewannen immer mehr an Bedeutung. Damals noch religiöses Fest zu Ehren des Göttervaters Zeus und des Helden Pelops und nicht Sportveranstaltung, wie heute bekannt, dauerten die Spiele fünf Tage, bei denen der erste von Zeremonien und Weihungen gekennzeichnet war. Neben den Sportarten, bei denen es äußerst brutal und zum Teil auch tödlich zuging, waren auch musische Wettbewerbe wichtig.

Bei der Wiederbegründung sollten die olympischen Sommer- und Winterspiele dann als „Treffen der Jugend der Welt dienen“ . Die ersten Spiele der Neuzeit, noch früher in der Zeit, erwies sich seit der Antike als größtes sportliches Ereignis, obwohl nur 250 Athleten daran teilnahmen. Eine Krise erlitten sie allerdings bei der Veranstaltung von 1900 in Paris und 1904 in St.Louis, wo sich die Wettkämpfe über Monate hinweg zogen, schlecht organisiert waren und somit nur wenig Beachtung fanden. Die Olympischen Zwischenspiele 1906 in Athen wurden da als Rettung angesehen.

Die Zahl der teilnehmenden Athleten stieg dabei ständig. So traten zu den Sommerspielen 2008 in Peking über 11000 Athleten aus 204 Ländern zu den Wettbewerben an.

In den Jahren 1908 und 1920 fanden erstmals auch Wintersportarten ihren Weg in die Olympischen Spiele und sollten aufgrund des großen Erfolgs seitdem weitergeführt werden.

Die Paralympics als Wettkämpfe behinderter Sportler schließen sich seit 1960 den Olympischen Sommerspielen und seit 1976 auch den Winterspielen an. Weiterhin gibt es die Olympischen Spiele seit 2010 auch für Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren.

Diese sportlichen Festspiele sind mittlerweile so weit gewachsen, dass fast jedes Land von einem Sportler vertreten wird. Das brachte auch negative Folgen mit sich, in Form von Doping, Bestechung, Terrorismus und Boykott.

Doch die jeweiligen Gastgeberländer dürfen sich mit Würde der Welt präsentieren und zuvor unbekannten Athleten kann die Möglichkeit eines internationalen Aufstiegs zugetragen werden.

Farbenfroh: Das Olympiateam 2012

© Arno Bachert - Fotolia.com

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Ganz London ist in Aufregung, schließlich stehen der Metropole an der Themse die Olympischen Spiele 2012 bevor. Immer mehr Neuigkeiten sickern derweil durch und versprechen so frohe und vor allem bunte Wettkämpfe wie selten. Vor vier Jahren waren es Männer in grauen Anzügen, die auf der Olympiade in Peking Deutschland repräsentierten. Auch die Frauen waren in einem vorsichtigen Orange und Weiß. In London hingegen wird es viel Farbe geben: So will die deutsche Mannschaft in Pink und Hellblau auftreten.

Probeschauen konnte man schon einmal in der Düsseldorfer Messe, wo kürzlich von 21 Sportlern das Outfit der deutschen Truppe in London präsentiert wurde. Alles ist komplett neu: Jacken, Hosen und Schuhe sind so lebendig und bunt wie selten.

Für das Kostüm ist nicht wie vor vier Jahren Betty Barclay zuständig, sondern Willy Bogner. Der ist seit den Winterspielen in Garmisch-Partenkirchen im Jahre 1936 durchgängig für die Outfits der Wintersportler zuständig gewesen und darf dieses Jahr erstmals auch zeigen, dass ihm ebenso der Sommer liegt. Nach der Modeschau in Düsseldorf ist klar, dass es sich dabei um eine ausgezeichnete Wahl handelt und Bogners Kostüme alles andere als enttäuschen.

Dass Olympia farbenfroh und ausgelassen sein darf, scheint sich Willy Bogner zum Motto gemacht zu haben: Pink und hellblau dominieren die Jacken und sind ja ohnehin Trendfarben. Rund 400 Sportler, 170 Teilnehmer der Paralympics und die mehr als 400 Betreuer bekommen das Outfit, das mit zahlreichen Accessoires rund 70 Einzelstücke umfasst. Neben dem Outfit von Bogner sind auch Produkte von Adidas und dem Schuhhersteller Sioux vertreten. Insgesamt kosten die Outfits rund zwei Millionen Euro und machen damit ein Drittel der Gesamtkosten für das deutsche Olympia-Team aus. Besonders engagierte Sportbegeisterte können sich auch Original-Outfits bestellen: Jedenfalls mit genug Kleingeld. Die hellblaue Wendejacke „London“ gibt es zum Beispiel ab 649 Euro. Bleibt nur noch zu hoffen, dass sich das deutsche Team in London so lebendig zeigt wie ihre Outfits!

Motorrad-”Olympiade” 1964 in Erfurt

© Marc Xavier - Fotolia.com

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Manch einen US-amerikanischen Schauspieler alter Tage kennt man noch aus Western oder nostalgisch anmutenden Abenteuerfilmen. Paul Newman, James Garner und Steve McQueen sind solche Darsteller. Alle drei haben gemeinsam, dass sie eine große Vorliebe für den Motorsport hatten. McQueen war sogar einmal Mitglied der US-amerikanischen Nationalmannschaft bei der Internationalen Sechstagesfahrt im so genanten Endurosport in Erfurt. Endurosport bezeichnet im internationalen Verständnis den Motorrad-Geländesport, bei dem es weniger auf Schnelligkeit, als vielmehr um Ausdauer von Fahrer und Maschine geht. Damals nahm zum ersten Mal eine US-amerikanische Truppe an der Veranstaltung teil. Weitere prominente Teammitglieder waren der Stuntman Bud Ekins und sein Bruder Dave Ekins.

Hinter der Internationalen Sechstagefahrt – auch Six Days genannt – verbirgt sich der wichtigste Wettkampf im Motorsport. Sprichwörtlich wird die Rennserie auch als “Motorrad-Olympiade” für Teams bezeichnet. Dabei handelt es sich natürlich nicht um eine richtige olympische Disziplin, da Motorradrennen davon ausgenommen sind. Wer an den Six Days teilnehmen möchte, tritt als Mannschaft an. Seit 1970 gilt die Veranstaltung offiziell als Enduro-Weltmeisterschaft für Nationalmannschaften. Es können aber auch Club- und Werksmannschaften teilnehmen, die dann gesondert gewertet werden. Zudem erhalten auch die besten Fahrer eine Medaille.

Während der Erfurter Renntage 1964 fuhr Steve McQueen mit einem Triumph Motorrad, Modell “TR6 Trophys”. Die legendäre britische Motorrad-Marke wird bis heute produziert und gehört zu den ältesten Motorrad-Marken der Welt. Hersteller ist die Triumph Motorcycles Limited aus Großbritannien, die 1902 ihr erstes Motorrad baute. Der Ursprung dieses Unternehmens geht sogar auf einen Deutschen zurück, genauer gesagt auf einen Nürnberger. Siegfried Bettmann gründete die Vorgängerfirma bereits 1886, nachdem er nach Großbritannien ausgewandert war.

 

Olympische Jugend-Winterspiele 2012

Rodeln © st-fotograf - Fotolia.com

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Die Olympischen Jugend-Winterspiele sind in vollem Gange. Am vergangenen Wochenende wurden die Spiele in Tirol eingeläutet und deutsche Teenager holten da bereits Gold,Silber und Bronze.

Die Jungen und Mädchen aus der ganzen Welt sind alle hochmotiviert. Besonders das deutsche Team bekam einen Motivationsschub durch die herausragende Leistung von Franziska Preuß.

Die 17-jährige überzeugte mit einer enormen Ausdauer und einem starken Wettkampfwillen. Beim 6-Kilometer-Sprint ließ sie sogar alle 46 Konkurrentinnen hinter sich. Auch wenn sie einen Schießfehler beging, so bewältigte sie den Wettkampf in 17:27,7 Minuten. Die zweite wurde die Kasachin Galina Wyschnewskaja, die das Ziel 27,5 Sekunden später  erreichte.

Franziska Preuß geht mit ihrer Leistung als erste deutsche Jugend-Olympiasiegerin in die Wintersport-Chronik ein. Frank Ullrich, seiner Zeit einer der besten Biathleten der 70er und 80er und ebenfalls Olympiasieger, gratulierte Preuß als erster zu ihrem Sieg. Diese strahlte mit Freudentränen in den Augen und konnte ihr Glück kurz nach dem Sieg noch gar nicht fassen.

Ullrich urteilte, dass so ein Sieg über Jahre hinaus motivieren wird und einen besonderen Moment in einer so jungen Sportkarriere darstellt. Auch der Trainer Ulf Tippelt ist stolz auf seinen Schützling und lobt die Leistung. Er geht davon aus dass dieses Gold nun auch das restliche Team weiterhin motiviert und in den kommenden Wettkämpfen für gute Leistungen sorgt.

Doch auch andere deutsche Sportler trugen Siege davon. So gewannen die deutschen Eishockey-Spielerinnen in Inssbruck  mit 8:0 gegen die Slowakinnen. Der 17-jährige Rennrodler Christian Paffe holte ebenfalls den Sieg, sein Teamkollege Toni Gräfe gewann Bronze. Silber gewann die 15-jährige Skispringerin Katharina Althaus auf der 70-Meter-Schanze. Kombinierer Tom Lubitz holte leider keine Medaille. Trotz eines guten Starts beim 10-Kilometer-Langlauf, büßte er in den letzten Runden an Zeit ein. Hatte er zunächst noch einen 20-Sekunden-Vorsprung, wurde er am Ende doch nur Vierter.

Magdalena Neuner will Neues wagen

Biathlon © Stephi - Fotolia.com

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Mit 24 Jahren verabschiedet sich die Biathletin Magdalena Neuner vom Wintersport. Nach der diesjährigen Weltcup-Saison wird sie die Karriere an den Nagel hängen. Nach außen strahlte ‘Lena’ voller Lebensfreude, als sie am vergangen Samstag einen Sieg davon trug. 

Kaum jemand, außer ihre Vertrauten, die Teamkollegen und Trainer wussten etwas von ihrem Vorhaben. Doch ‘Lena’ plante bereits seit Monaten ihren Ausstieg und wartete auf den richtigen Moment. Die schwierige Aufgabe war die Bindung der Sponsoren an Magdalena Neuner bis zum Ende des Olympia-Zyklus 2014. Den ab dem nächsten März 2012 wird sie ihre Ski zur Seite legen. Die Biathletin Magdalena Neuner machte kein Drama aus ihrem Ausstieg aus dem Profisport. Sie schrieb einen Eintrag auf ihre Homepage, den sie an ihre Fans richtete. 

Weshalb Magdalena Neuner aufhört, ist noch unklar, doch sie scheint sich 100 Prozent sicher zu sein, denn sie teilte mit ‘die Zeit wäre reif für eine Veränderung’. Sowohl der Frauen-Bundestrainer Ricco Groß als auch ihre Kolleginnen versuchten sie umzustimmen, ohne Erfolg; sie bleibt bei ihrer Entscheidung. 

Die Vermutung, Magdalena wäre ausgebrannt kann nicht belegt werden. Ihre Leistung war und ist gut, sie strahlt offen in die Medien und sonst spricht nicht für diese Vermutung. Doch wie jeder junge Erwachsene, der Zeit seines Lebens Leistungssport betreibt, könnte es sehr gut sein, dass sich die Biathletin nach etwas mehr Ruhe und Freizeit sehnt und das ist auch nur verständlich. 

Was sie nach dem Beenden ihrer Karriere nun machen möchte, das ist noch unklar. Die Schule besuchte sie lediglich bis zur Mittleren Reife. Danach arbeitete sie beim Zoll und konzentrierte sich auf ihre Wintersportkarriere. Doch wer genau hinhört, der könnte vermuten, dass hinter der immer lächelnden Magdalena auch ein nachdenklicher Mensch steckt. Was auch immer die Powerfrau machen wird, sie wird es bestimmt schaffen. 

London 2012: Sicherheit geht vor

Die Olympischen Sommerspiele 2012 finden in London statt. Vom 27. Juli bis zum 12. August nächsten Jahres wird die Stadt zum bereits dritten Mal als Gastgeber fungieren. Um Sicherheit für alle gewährleisten zu können, werden insgesamt 27.000 Sicherheitskräfte, darunter 12.000 Polizisten und Soldaten der Spezialeinheit SAS ‘Special Air Service’ werden in den Tagen eingesetzt werden. Terror soll in hier keinen Platz finden dürfen. Noch nie war eine Olympische Veranstaltung so geschützt wie im kommenden Jahr. Ca. 700 Millionen Euro sind hierfür eingeplant. Wer glaubt, das wäre ungerechtfertigt, der irrt. Als 2005 die Vergabe der Olympischen Sommerspiele für das Jahr 2012 vergeben wurden, ist einen Tag später vier Bomben der Moslem-Terroristen von Al Kaida in London hochgegangen. Insgesamt starben bei dem Anschlag 56 Menschen. 

doch nicht nur die Al Kaida könnte England Probleme bereiten, auch die Fundamentalisten der irischen Separatisten könnten gefährlich werden. Doch wie schützt man sich vor dieser Gefahr? 

Die Spezialeinheit SAS werden an der Themse einen Stützpunkt bauen, der die Menschen vor Anschlägen aus dem Wasser schützen soll. Weshalb die Gefahr vom Wasser ausgehen könnte? Das Olympiastadion befindet sich auf einer Insel. Diese ist von mehreren Flüssen umzäunt. Im Notfall müssten alle, die sicher auf der Insel befinden auch über das Wasser evakuiert werden. Neben Notfall-Schiffen, spielen auch Hubschrauber eine große Rolle. Die eingesetzte  Spezialeinheit erhält zudem einen Schutzanzug. Dieser soll gegen Anschläge mit Biowaffen und Chemie schützen. Die SAS bereitet sich bereits seit Monaten auf die Olympischen Spiele vor. Sie sind bestens vorbereitet. 

Weitere wichtige Maßnahme, sind die Kontrollen der Gäste beim Einlass. Jeder Besucher muss am Eingang viel Zeit einplanen, denn die Sicherheit hat höchste Priorität. Insgesamt werden die Sportfans von ca. 400 Schleusen mit Metalldetektoren und Röntgengeräten abgescannt. 

Schwimm-WM 2011

Kaum ein sportliches Ereignis wurde in den letzten Jahren von so vielen Schreckensnachrichten überschattet wie die Schwimm-WM in Shanghai. Die Nachricht vom plötzlichen Tod Amy Winehouses, Bombenanschläge in Oslo, das furchtbare Attentat auf Jugendliche auf einer norwegischen Ferieninsel. Als ob er der Welt zeigen wolle, dass sich die Norweger dennoch nicht unterkriegen lassen, legte Dale Oen beim Finale über 100 Meter Brust eine weltrekordsnahe Leistung hin: er schwamm die Strecke in nur 58,71 Sekunden. Der 26-jährige, der bereits Olympia-Silber holte, schien sowohl bei der Siegerehrung als auch in zahlreichen Interviews sehr ergriffen. Es war ihm anzumerken, dass er mühsam um Fassung rang. Er selbst schilderte das Erleben dieser Tage als sehr belastend, denn alles habe ihn „an zu Hause“ erinnert. Um dem Team die seelische Belastung zu nehmen, waren im Umfeld der norwegischen Schwimmer viele klärende Gespräche geführt worden. Oen dankte dem gesamten Mitgliedsstab für die große Unterstützung. „Dennoch denkt man immer an daheim, es bleibt schwer“, so der norwegische Schwimmer. Oen betonte in mehreren Interviews, dass man trotz aller Tragödie weitermachen müsse, damit es „diesem Kerl nicht gelinge, die Zukunft Norwegens zu ruinieren“.

Schwimmen / Michael Lokner

Den zweiten Platz im 100- Meter Brustschwimmern belegte der Italiener Fabio Scozzoli, Dritter wurde der Südafrikaner Cameron van der Burgh. Die deutschen Schwimmer Hendrik Feldwehr und Christian vom Lehm waren beide im Halbfinale bzw. im Vorlauf ausgeschieden.

Auch in anderen Disziplinen hatten die Deutschen diesmal wenig Glück: beim 50 Meter Schmetterling wurde Steffen Deibler nur Sechster, was den Hamburger, der einen Medaillenrang nur um 0,2 Sekunden verpasste, schwer enttäuschte. Den Sieg trug der höchst kontrovers diskutierte Olympiasieger Cesar Cielo davon. Der Brasilianer war erst in der vergangenen Woche nach einer positiven Dopingprobe zum Start zugelassen worden.

Olympia 2018 in Pyeongchang

Stets wird die Frage des Olympiastandortes neu gestellt. Für die Spiele im Jahr 2018 wurde Pyeongchang gewählt. Die Region will jetzt der neue Wintersportort von ganz Asien werden.

Die Bevölkerung feiert, denn die Olympischen Spiele sind immerhin von sehr hoher Bedeutung und bringen viel Geld ins Land. Die Bewohner fühlen sich geehrt der Austragungsort für das Spektakel sein zu dürfen. Die Region in Südkorea ist bislang eher unangetastet geblieben. Der Aufschwung der mit den Spielen einkehren wird wird sich langfristig positiv auf die Region auswirken. Insgesamt sollen 230.000 neue Arbeitsplätze entstehen.

In der guten Stimmung gehen die Kosten für die Investitionen völlig unter. Die komplette Wirtschaft Asiens soll von dem Standort für die Austragung profitieren. Auch Sponsoren wie Hyundai oder Korean Air nutzen die Spiele für ihr ganz eigenes Marketing. In Südkorea ist die Stimmung auf jeden Fall auf dem Höchstpunkt. Man sieht sich selbst als innovatives Zentrum dass die Winterspiele im Jahre 2018 einzigartig werden lassen will.

Niemand zweifelt an den Fähikgkeiten des Landes als Wirtschaftsunternehmen. Immerhin wurden hier im Jahre 1988 auch schon die Sommerspiele ausgetragen. Südkorea kann zudem ganz schön angeben. Denn Immerhin hatten sie auch schon die Ehre die Leichtathletik WM und die Fußball WM auszurichten. Mit der geplanten Austragung der Winterspiele stehen sie ganz oben im Ranking der bekanntesten Sportaustragungsorte.

Was das alles im Einzelfall heißen wird und was noch so alles schief gehen wird, wird sich in den nächsten Jahren heraus stellen. Vielleicht übernehmen sich die Asiaten hier ein bisschen, denn immerhin wollen sie alles stets ganz besonders gut machen. Für die Bevölkerung bestehen hier keine Bedenken, sie freuen sich auf die Spiele, auch wenn bis dahin erst ein mal noch sieben Jahre vergehen werden.

Pyeonchang, Foto: International Olympic Committee_Flickr