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Olympia für die deutschen Volleyballer?

© terex - Fotolia.com

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Am kommenden Wochenende wird es ernst für die deutschen Volleyballer. In Berlin bekommen sie die letzte Chance, doch noch bei den Olympischen Spiele in Londen dabei zu sein. Beim Qualifikationsturnier in der Max-Schmeling-Halle müssen sich die deutschen Männer gegen die Teams aus Indien, Kuba und Tschechien durchsetzen, um nach 2008 in Peking auch bei der Olympiade in Großbritanniens Hauptstadt teilnehmen zu dürfen. Ganz nebenbei würde sie dem deutschen Ballsport behilflich sein, denn der wird in London nur mager vertreten sein. Weder Fuß- oder Hand- noch Basket- oder Wasserball: deutsche Beteiligung sucht man vergeblich. Einzig die Hockey-Mannschaften der Damen und Herren halten die deutsche Fahne hoch.

Wenn alles gut läuft, werden auch die deutschen Volleyballer ins olympische Spielgeschehen eingreifen können. Vorher aber muss alles passen. Schon gegen Indien stehen die Deutschen unter enormen Druck, hoffen aber auf ihre Heimstärke und die Unterstützung zahlreicher Fans. Mit Kuba wartet am Sonnabend ein harter Gegner, den man bereits in der Qualifikation für 2008 bezwingen konnte. Aber auch Tschechien darf nicht unterschätzt werden. Drei Siege und der olympische Traum wäre perfekt.

Dass die Mannschaft von Bundestrainer Vital Heynen überhaupt noch die Chance auf Olympia bekommen würde, hätte man angesichts des ernüchternden Ergebnisses bei der EM im vergangenem Jahr und des vorzeitigen Ausscheidens als Letzter der Vorrunde kaum denken können. Doch dem starken Aufwärtstrend mit dem Sieg beim Turnier in der Weltliga sei Dank. Der erst im November 2011 ins Amt gekommene Heynen kann es selbst kaum fassen und sieht allein schon die Teilnahme an dem letzten Quali-Turnier als Riesenerfolg und will so wohl auch ein Stück weit Druck von seinen Jungs nehmen.