Archiv für 02/2012

Die Geschichte des olympischen Fackellaufes

© Markus Reinke - Fotolia.com

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Es gibt nur wenige universelle Feste und Riten, die den Globus umspannend für Einigkeit sorgen. Neben Weihnachten, dass zumindest die christliche Welt an einem Tag im Jahr gemeinsam näher rutschen lässt um inne zu halten und sich in Besinnlichkeit zu üben, gibt es noch das olympische Feuer, dass sogar noch mehr Menschen eint als die Christenheit.

Das olympische Feuer symbolisiert Wärme und Licht. Feuer braucht man zum Garen und zum Schutz vor Kälte, Dunkelheit und Tieren. Darüber hinaus kann man mit Hilfe von Feuer eine Menge Materialien bearbeiten. Die alten Griechen, auf die die Einführung der antiken Spiele in Olympia zurückgeht, entschieden sich für das Feuer als olympisches Symbol. Einer Sage nach hatte Prometheus das Feuer den Göttern gestohlen.

Heutzutage steht das olympische Feuer für Frieden und Verbundenheit zwischen den Völkern im sportlich-fairen Kampf der verschiedenen Spiele. Die Spiele beginnen mit der Entzündung der Flamme im Stadion, hierfür wird im historischen Olympia eine Fackel mit Hilfe eines Spiegels entfacht. Diese Fackel wird dann zum jeweiligen Austragungsort der Spiele transportiert. Wenn die Fackel das Stadion erreicht wird das olympische Feuer entzündet und die Spiele beginnen. Mit dem erlöschen der Flamme sind auch die Spiele beendet.

Doch ausgerechnet die Nazis erfanden das Prozedere um den Fackellauf. Zum aller ersten Mal wurde das olympische Feuer mit einer Fackel im Jahr 1928 bei den Spielen in Stockholm entzündet. Unter der ausdrücklichen Unterstützung von Goebbels setzte Sportfunktionär Carl Diem die Tatsache des historischen Fackellaufes in die Tat um.

Nach dem ersten Weltkrieg übernahmen alle Ausrichterländer den 1936 für die Propaganda missbrauchten Fackellauf der Nazis. Schnell geriet in Vergessenheit wer den Fackellauf wieder ins Leben gerufen hatte.