Erfolge am Rande der Aufmerksamkeit

© Wikimedia Commons, Laurens Schrijver

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Die Nationalmannschaft fungiert als Indikator für den Stellenwert einer jeweiligen Sportart, die Berufung der jeweiligen Bundestrainers als Ritterschlag für einen jeden Sportler. Nichtsdestotrotz besteht grundsätzlich leider kein direkter Zusammenhang zwischen dem Erfolg eines Teams und der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und ultimativ auch nicht mit dem Verdienst der Sportler. Sogenannte Randsportarten frönen häufig ein Schattendasein, die Sportler müssen sich Zweitjobs suchen, um die Familie über Wasser zu halten und von TV-Übertragungen können alle Beteiligten nur träumen, während im Fußball die Millionen wie Peanuts über den Tisch geschoben werden. Daher wäre ein Unterstützung für weniger wahrgenommene Sportarten von überregionalen Sport-Bunden, eine Art Subventionierung, die den Akteuren zumindest ein angemessenes Gehalt sichern und eine Berichterstattung, die die Leitungen entsprechend honoriert, wünschenswert.

Hockey ist so eine Sportart. Dabei haben sowohl das Nationalteam der Männer als auch das der Frauen große Erfolge vorzuweisen. Die Mädels sind 2013 Europameister, die Männer 2008 und 2012 sogar Olympiasieger geworden. Und trotzdem sind abgesehen von der Zeit während großer Turniere kaum Infos und Berichterstattung zu finden. Dabei hat die Sportart neben den jüngeren Erfolgen ist eine lange und erfolgreiche Tradition vorzuweisen, etwa in Form des UHC und HTHC der Hockeyhochburg Hamburg. An diesen Sportstätten steht neben attraktivem Sport übrigens auch ein ansprechendes Umfeld mit schönen Bauten auf dem Plan, etwa wie das Clubhaus des TC 1899.

Die Geschichte der Olympischen Spiele

Das wohl bekannteste Sportfest der Welt sollte jedem ein Begriff sein, doch nur wenige wissen über die genauen Hintergründe der Olympischen Spiele Bescheid. Mehr als 4.000 Jahre reicht diese Tradition zurück – bis ins antike Griechenland. Die erste gut erhaltene Siegerliste stammt aus dieser Epoche, genauer dem Jahr 776 vor Christus. Damals wurde gespielt, um die Götter zu besänftigen, heute geht es eher um die Völkersverständigung. Aber auch das berühmte Motto der Römer kann für damals wie heute angewendet werden: Gebt der Bevölkerung Brot und Spiele!

Los ging es mit den Olympischen Spielen auf dem heiligen Berg von Olympia, der auf der Halbinsel Peloponnes liegt. Unter den zahlreichen griechischen Volksfesten, die alle mehr oder minder der Huldigung der vielen Götter dienten, waren die Olympischen Spiele mit Abstand die bedeutendsten. Zunächst gab es nur die Disziplin des Stadionlaufs, der 192,27 Meter lang ging. Der Gewinner dieses Wettlaufs hatte dann die Ehre, das Feuer vor dem Zeus-Tempel zu entfachen und erhielt einen Olivenkranz.

Im Laufe der Jahre kamen immer weitere Disziplinen dazu und die Spiele dauerten folglich immer länger: Diskuswerfen, Weitsprung, Speerwerfen, Ringkampf, Reiten, Pferderennen und Boxen. Bei den Leicht- und Schwerathlektik-Wettbewerben traten übrigens alle Sportler komplett nackt an. Doch nicht nur um Sport ging es damals, die Olympischen Spiele wurden auch als Forum für Politik und Wirtschaft genutzt. Auch Theater und Konzerte gab es. Zuschauen durften nur unverheiratete Männer, die sich nichts hatten zu Schulden kommen lassen: Für Frauen gab es eigene Wettkämpfe, die Heräen. Übrigens wurden damals nur die Sieger geehrt, der zweite oder dritte Platz bedeutete Nichts.

Ungefähr 400 Jahre nach Christi Geburt war erst einmal Schluss mit den Spielen: Der römische Kaiser Theodosius I. empfand die mit den Wettkämpfen verbundene Götter-Huldigung als veraltet und verbot die Spiele. Erst 1896 kam es zur Neuauflage, im Jahr 1924 zum ersten Mal auch zu Olympischen Winterspielen. Bis zum Jahr 1994 fanden jedes Jahr Sommer- wie Winterspiele statt, mittlerweile wechseln sie sich jedes Jahr ab. Heutzutage dauern die Wettkämpfe gut zwei Wochen und umfassen im Sommer 28 Sportarten. Auch ein Wettkampf für behinderte Sportler, die Paralympics, finden seit 1960 regelmäßig statt.

Eiweiß in ausreichenden Mengen – wichtig für sportler

Wenn man mehrmals in der Woche Sport macht, lohnt es sich, die eigenen Ernährungsgewohnheiten ein wenig im Blick zu halten. Tägliche oder häufige Gewohnheiten haben auf lange Sicht einen großen Einfluss auf die Lebensqualität, obwohl sie schnell als „Kleinigkeit“ übersehen werden. So können abendlicher Heißhunger auf bestimmte Nahrungsmittel – und hier ist nicht die Rede von Schokolade – oder nächtliche Wadenkrämpfe auch ein Hinweis darauf sein, dass mit der eigenen Nahrungsaufnahme nicht alle körperlichen Bedürfnisse abgedeckt werden.

Bei intensiver sportlicher Betätigung spielt die Ernährung eine wichtige Rolle. Die Art und Weise der Ernährung bestimmt den Energiehaushalt zu einem großen Teil mit, Muskelaufbau und gute Abwehrkräfte hängen ebenso von einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Nahrungszufuhr ab. Einerseits verbraucht der Körper vermehrt Kohlenhydrate, scheidet beim Schwitzen Mineralstoffe wie Zink aus und benötigt erhöhte Mengen z.B. an Magnesium für Wachstums- und Reparaturvorgänge nach dem Sport. Eiweiß wird für die sportliche Belastung ebenso wie für den Aufbau von Muskeln benötigt. Diese Stoffe müssen in ausreichenden Mengen mit der Nahrung aufgenommen werden, sonst kommt es zum Leistungsabfall und es entstehen Mangelzustände. Vollkornprodukte, Obst, Gemüse, Fisch und fettarme Milchprodukte bieten eine gute Basis.

Für den Muskelaufbau in der Trainingsphase müssen ausreichend Proteine aufgenommen werden, am besten vor und nach dem Sport. Eiweiß kann man als tierisches oder pflanzliches Produkt verzehren, Vegetarier haben keinen Nachteil. Einige Milchprodukte bieten einen hohen Eiweiß- und geringen Fettgehalt. Ideal ist beispielsweise Harzer Käse, Quark oder Sojaprodukte wie Tofu. Fleisch enthält ebenfalls viel Eiweiß, ist aber ärmer an Kalzium als Milchprodukte. Bei hoher Eiweißzufuhr und kalziumarmer Ernährung kann die Knochendichte abnehmen, was sehr ungünstig ist. Wie bei vielen Dingen ist ein ausgeglichenes Maß die beste Lösung, und wer sich abwechslungsreich ernährt und auf die Signale seines Körpers ein wenig achtet, sollte keine Probleme bekommen. Bild : © Norbert Enyegue  / pixelio.de

Sportgerechte Golf-Hosen

Ein Großteil der Deutschen treibt regelmäßig Sport oder hat dies einmal getan. Die Sportarten variieren hierbei von Leichtathletik über Schwimmen bis hin zu Fußball. In jeder Sportart gibt es eine spezielle Kleidung: So tragen Leichtathleten für gewöhnlich knappe und leichte Kleidungsstücke, die sie nicht belasten und einschränken. Schwimmer legen großen Wert darauf, dass die Kleidung eng am Körper liegt und keinen zusätzlichen Widerstand gegen Wasser aufbringt. Der Fußballer schützt sich unter anderem durch seine Schienbeinschoner vor den Stollenschuhen der gegnerischen Spieler.

Auch als Golfer trägt man spezielle Kleidung; der Zweck dieser Kleidung dient allerdings weder dem Schutz des Sportlers noch der Schnelligkeit. Vielmehr sind zwei von Grund auf verschiedene Aspekte bei einer angemessenen Golf-Bekleidung wichtig. Zum einen geht es um eine möglichst uneingeschränkte Bewegungsfreiheit. Ein Golf-Spieler ist in der Lage, den Golf-Ball über viele Meter sehr genau zu schlagen. Dies schafft er durch ein komplexes Zusammenspiel aller Körperteile. Würde ihn die Kleidung dabei behindern, würde sein Schlag enorm abweichen. Zum anderen ist die äußere Erscheinung wichtig: Der Golf-Sport hat ein sehr gepflegtes Image, das in den meisten Golf-Clubs groß geschrieben wird. Unpassende Kleidungsstücke können zu Problemen führen oder nicht geduldet werden.

Auch Golf-Hosen müssen natürlich diese beiden Punkte erfüllen. Bei jedem Golf-Schlag trägt die Bewegung der Hüfte einen entscheidenden Teil zur erfolgreichen Ausübung bei. Der Golf-Spieler muss also eine Hose tragen, die einen optimalen Sitz bietet und die Hüftbewegung nicht einschränkt. Besonders beim Abschlag ist dies von Bedeutung. Hierbei wird dem Ball durch die untere Körperhälfte zusätzlich Schwung verliehen. Eine Jeans-Hose beispielsweise wäre völlig ungeeignet, denn dieses Material ist viel zu zäh und würde den Spieler stören. Des Weiteren ist die Optik des Jeans-Stoffs nicht angemessen. Für gewöhnlich werden Stoff-Hosen getragen, da diese sehr leicht am Körper liegen, ein gepflegtes Aussehen garantieren und sich über die Jahre hinweg bewährt haben.

Nicht zuletzt müssen Golf-Hosen zum Rest der Kleidung passen. Die Optik sollte aufeinander abgestimmt sein, weshalb man unter Umständen eine weitere Person beim Kauf zu Rate ziehen könnte. In Fachgeschäften wird man gerne vom Personal kompetent beraten. Bild : © Rainer Sturm  / pixelio.de 

Die Geschichte des olympischen Fackellaufes

© Markus Reinke - Fotolia.com

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Es gibt nur wenige universelle Feste und Riten, die den Globus umspannend für Einigkeit sorgen. Neben Weihnachten, dass zumindest die christliche Welt an einem Tag im Jahr gemeinsam näher rutschen lässt um inne zu halten und sich in Besinnlichkeit zu üben, gibt es noch das olympische Feuer, dass sogar noch mehr Menschen eint als die Christenheit.

Das olympische Feuer symbolisiert Wärme und Licht. Feuer braucht man zum Garen und zum Schutz vor Kälte, Dunkelheit und Tieren. Darüber hinaus kann man mit Hilfe von Feuer eine Menge Materialien bearbeiten. Die alten Griechen, auf die die Einführung der antiken Spiele in Olympia zurückgeht, entschieden sich für das Feuer als olympisches Symbol. Einer Sage nach hatte Prometheus das Feuer den Göttern gestohlen.

Heutzutage steht das olympische Feuer für Frieden und Verbundenheit zwischen den Völkern im sportlich-fairen Kampf der verschiedenen Spiele. Die Spiele beginnen mit der Entzündung der Flamme im Stadion, hierfür wird im historischen Olympia eine Fackel mit Hilfe eines Spiegels entfacht. Diese Fackel wird dann zum jeweiligen Austragungsort der Spiele transportiert. Wenn die Fackel das Stadion erreicht wird das olympische Feuer entzündet und die Spiele beginnen. Mit dem erlöschen der Flamme sind auch die Spiele beendet.

Doch ausgerechnet die Nazis erfanden das Prozedere um den Fackellauf. Zum aller ersten Mal wurde das olympische Feuer mit einer Fackel im Jahr 1928 bei den Spielen in Stockholm entzündet. Unter der ausdrücklichen Unterstützung von Goebbels setzte Sportfunktionär Carl Diem die Tatsache des historischen Fackellaufes in die Tat um.

Nach dem ersten Weltkrieg übernahmen alle Ausrichterländer den 1936 für die Propaganda missbrauchten Fackellauf der Nazis. Schnell geriet in Vergessenheit wer den Fackellauf wieder ins Leben gerufen hatte.

Die olympischen Spiele

Die Olympischen Spiele sind die regelmäßig ausgetragenen Sportwettkampfveranstaltungen in den verschiedensten Disziplinen in Sommer und Winter, wobei Athleten und Mannschaften gegeneinander antreten. Organisiert werden diese Spiele vom Internationalen Olympischen Komitee.

Die Olympischen Spiele der Neuzeit führte man in 1894 in Anknüpfung und wieder aufleben Lassen der antiken Festspiele ein.

Olympia / euzesio

Damals begründete sich der Begriff „Olympiade“ für den Zeitraum der vier Jahre, die stets zwischen den Spielen lagen. Olympia war der Austragungsort auf der Halbinsel Peloponnes. Anfangs gab es nur einen Wettlauf, so weit wie das Stadion war, doch die Spiele gewannen immer mehr an Bedeutung. Damals noch religiöses Fest zu Ehren des Göttervaters Zeus und des Helden Pelops und nicht Sportveranstaltung, wie heute bekannt, dauerten die Spiele fünf Tage, bei denen der erste von Zeremonien und Weihungen gekennzeichnet war. Neben den Sportarten, bei denen es äußerst brutal und zum Teil auch tödlich zuging, waren auch musische Wettbewerbe wichtig.

Bei der Wiederbegründung sollten die olympischen Sommer- und Winterspiele dann als „Treffen der Jugend der Welt dienen“ . Die ersten Spiele der Neuzeit, noch früher in der Zeit, erwies sich seit der Antike als größtes sportliches Ereignis, obwohl nur 250 Athleten daran teilnahmen. Eine Krise erlitten sie allerdings bei der Veranstaltung von 1900 in Paris und 1904 in St.Louis, wo sich die Wettkämpfe über Monate hinweg zogen, schlecht organisiert waren und somit nur wenig Beachtung fanden. Die Olympischen Zwischenspiele 1906 in Athen wurden da als Rettung angesehen.

Die Zahl der teilnehmenden Athleten stieg dabei ständig. So traten zu den Sommerspielen 2008 in Peking über 11000 Athleten aus 204 Ländern zu den Wettbewerben an.

In den Jahren 1908 und 1920 fanden erstmals auch Wintersportarten ihren Weg in die Olympischen Spiele und sollten aufgrund des großen Erfolgs seitdem weitergeführt werden.

Die Paralympics als Wettkämpfe behinderter Sportler schließen sich seit 1960 den Olympischen Sommerspielen und seit 1976 auch den Winterspielen an. Weiterhin gibt es die Olympischen Spiele seit 2010 auch für Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren.

Diese sportlichen Festspiele sind mittlerweile so weit gewachsen, dass fast jedes Land von einem Sportler vertreten wird. Das brachte auch negative Folgen mit sich, in Form von Doping, Bestechung, Terrorismus und Boykott.

Doch die jeweiligen Gastgeberländer dürfen sich mit Würde der Welt präsentieren und zuvor unbekannten Athleten kann die Möglichkeit eines internationalen Aufstiegs zugetragen werden.

Das Olympia-Aus für Indien

Tiefschlag: Das IOC hat das Aus für Indien bei Olympia beschlossen

Tiefschlag: Das IOC hat das Aus für Indien bei Olympia beschlossen

Seit längerem herrscht Chaos im Nationalen Olympischen Komitee von Indien (IOA). Nun wurde das IOA vom Internationalen Olympischen Komitee wegen massiver Einmischungen der Politik in den Sport suspendiert. Ursprünglich wollte das IOA am kommenden Mittwoch sein Führungsgremium neu wählen, diese Wahlen werden nun aber wahrscheinlich erst zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden. Das IOC verbot die Wahl und führte auch an, das IOA würde sich nicht an die IOC-Charta halten. Der langjährige IOA-Präsident Suresh Kalmadi war erst im Frühjahr 2011 wegen Vorwürfen des Millionenbetrugs zu einer neunmonatigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Im Oktober 2012 hatte er dem öffentlichen Druck dann nachgegeben und seine Kandidatur zur Wiederwahl zurückgezogen.

Nur ein Kandidat für den Posten des Generalsekretärs

Für den Posten des Generalsekretärs gibt es nur einen Kandidaten, und dieser saß auch noch wegen Korruptionsvorwürfen im Zusammenhang mit den Commonwealth Games 2010 für elf Monate im Gefängnis. Am vergangenen Freitag wurde Lalit Bhanot als Kandidat bestätigt, alle Gegenkandidaten hatten ihre Kandidatur zurückgezogen. Die Gründe für den Rückzug der Gegenkandidaten sind noch unklar.
Auch die indische Regierung steht in der Kritik, da sie sich laut IOC nicht kooperativ genug verhält. Ein indisches Gericht hatte geurteilt, das IOA müsse die ursprünglich bereits für den 25. November geplanten Wahlen nach Regierungsstatuten abhalten.  

Keine Fördergelder mehr

Nach der Suspendierung erhält der Verband des 1,2 Milliarden-Einwohner-Landes keine Fördergelder für den Sport mehr aus dem IOC-Topf. Die Sportfunktionäre sind auf den IOC-Meetings unerwünscht, und die Athleten des Landes dürfen nicht mehr unter indischer Flagge an Wettkämpfen teilnehmen. Eine Wahl, sollte sie trotz der Suspendierung durchgeführt werden, hätte keine Gültigkeit. Der designierte IOA-Präsident Abhay Singh kritisierte den Ausschluss als falsch und einseitig. Man habe dem IOC die Situation klar dargelegt und auch schriftlich Stellung genommen, auf das Schreiben folgte allerdings keine Reaktion seitens des IOC.

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Olympische Spiele im Miniformat? – Europaspiele geplant

Baku möchte angeblich mögliche Europäische Spiele austragen

Baku möchte angeblich mögliche Europäische Spiele austragen

Die olympischen Spiele sind – ob Sommer, ob Winter – ein Ereignis, das sich alle zwei Jahre großer Beliebtheit erfreut. Natürlich vor allem aufgrund zahlreicher sportlicher Höchstleistungen in den verschiedensten Sportarten. Aber vielleicht auch deswegen, weil sie nur alle zwei Jahre stattfinden und sie deshalb ebenfalls etwas Besonderes sind.

Welchen Sinn machen Europäische Spiele?

Das Europäische Olympische Komitee (EOC) möchte diese „Wartezeit“ nun verkürzen und denkt über „Europäische Spiele“ nach. Schon seit Jahren wird über Pro und Contra dieser neuen Veranstaltung gestritten, nun steht eine Entscheidung unmittelbar bevor. Bei der 41. Generalversammlung in Rom, an der mehr als 400 Delegierte aus allen Mitgliedsländern teilnehmen werden, wird verkündet, ob Europa sich über ein neues sportliches Event, nun ja, „freuen“ darf oder nicht. Die Euphorie könnte nämlich angesichts der Negativ-Aspekte, die den „Europäischen Spielen“ zugeschrieben werden, etwas spärlich ausfallen. Einer dieser Negativ-Punkte liegt für Sportfans auf der Hand: Viele große Sportarten richten schon eigene Europa- und Weltmeisterschaften aus. Und dann eben noch die olympischen Spiele. Das sollte doch erstmal reichen.

Aserbaidschan als Gastgeberland?

Die negative Meinung teil unter anderem der europäische Verband der Leichtathletik EAA. Der sprachen sich einstimmig gegen die Teilnahme der Leichtathleten an den Europäischen Spielen aus. DLV-Präsident Clemens Prokop brachte die wahrscheinliche Schlussfolgerung auf den Punkt: Europaspiele wären eine Farce ohne Leichtathleten, würde man den hohen Stellenwert derselben bei den Olympischen Spielen betrachten. Da könnte er nicht Unrecht haben. Zumal nicht nur nahezu alle Sportarten der Leichtathletik eigene Meisterschaften veranstalten, denn dies tun auch Fußball, Handball, ja sogar Rudern – Welche Sportarten blieben dann noch übrig? Vorbilder gibt es zwar, wie die Afrikanischen Spiele, die Asien-Spiele oder die Panamerikanischen Spiele, doch es ist fraglich, ob sich solch eine Veranstaltung auch in Europa durchsetzen wird. Sogar ein Austragungsort würde schon feststehen. Gerüchten zufolge bietet Baku, die Hauptstadt Aserbaidschans, sich als Austragungsort an. Nicht auf Kosten der Steuergelder, sonder finanziert durch eine Privatperson.

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Diskus: Russische Silber-Gewinnerin gedopt?

Doping

Doping

Ein weiterer Doping-Fall erschüttert die Welt des internationalen Spitzensports. Die Russin Darja Pischtschalnikowa, Diskus-Weltmeisterin 2011 und Olympia-Zweite 2012 in London, droht nun nach einer positiven Dopingprobe eine lebenslange Sperre. Nach Angaben der russischen Anti-Dopingbehörde Rusada, die durch eine Meldung der  Nachrichten-Agentur Itar-Tass bekannt wurden, seien in einer Blutprobe von Spuren von anabolen Steroiden nachgewiesen worden. 

Dies wäre nicht das erste Mal. Bereits im Jahr 2008 soll sie zusammen mit anderen russischen Athleten vor den olympischen Spielen in Peking Dopingproben manipuliert haben. Wegen des damaligen Vergehens war die Sportlerin schon zwei Jahre und neun Monate gesperrt gewesen, nun droht ihr eine lebenslange Sperre. 

Innerhalb weniger Tage war der Fall Pischtschalnikowa der zweite Paukenschlag, der die russische Sportwelt erschütterte. Kurz zuvor wurde bereits die frühere Europameisterin über 10.000 Meter und Olympia-Vierte Inga Abitowa wegen eines Doping-Vergehens gesperrt worden. Auch der Ringer Soslan Tigijew aus Usbekistan musste seine Bronzemedaille aus London vor wenigen Tagen zurückgeben. Ihm wurde im August der Konsum von Methylhexaneamin, einem verbotenen Stimulanzmittel, nachgewiesen.

Zehn internationale Athleten wurden damit nach den Olympischen Spielen von London schon des Dopings überführt. Der prominenteste Fall war die Überführung der Olympiasiegerin im Kugelstoßen Nadeschda Ostaptschuk. Ihr wurde in zwei Proben die Nutzung des Steroids Metenolon nachgewiesen worden. 

Damit werden wohl auch wieder die Stimmen laut, die sich für eine noch strengere und umfassendere Kontrolle der Sportler und Sportlerinnen aussprechen. Doch es ist fraglich, wie viel das bringt. Fakt ist, dass schon seit Jahrzehnten die Pharmaindustrie und die Dopingärzte dem Kontrollsystem immer einen Schritt in der technischen Entwicklung und in der Forschung voraus, und daher meist nur nachträglich zu überführen sind. Eine Alternative wäre die allgemeine Erlaubnis zur Nutzung von leistungssteigernden Mitteln aller Art, diese würde jedoch wohl nicht in Einklang mit dem olympischen Gedanken zu bringen sein.

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Rio 2016 ohne britisches Fussballteam?!

Unter britischer Flagge werden die Fußballer so schnell nicht wieder auflaufen

Unter britischer Flagge werden die Fußballer so schnell nicht wieder auflaufen

Die diesjährigen Olympischen Spiele in London waren in allen Belangen ein riesiger Erfolg. In fast allen Bereichen, muss man hinzufügen. Denn man startete einen sportlichen Versuch, den es seit 41 Jahren nicht mehr gegeben hatte. Im Fußball trat sowohl bei den Männern als auch den Frauen ein gesamtbritisches Team an. Das Ziel war es, Engländer, Schotten, Waliser und Nordiren unter einen Fußball-Hut zu bringen und damit ein positives Zeichen zu setzen. Der sportliche Erfolg indes blieb aus, beide Teams schieden bereits im Viertelfinale des olympischen Turnieres relativ sang- und klanglos aus.

Briten-Team ohne Schotten und Nordiren

Nun ist wohl bereits eine Entscheidung für die nächsten Spiele im Jahr 2016 in Rio de Janeiro gefallen – und zwar gegen ein erneutes Antreten eines gesamtbritischen Fußballteams. Der englische Verband ließ bereits verlauten, dass alle englischen Fußballer stolz darauf seien, für „ihr“ England auflaufen zu dürfen. Zudem fürchten die übrigen britischen Verbände der Staaten Schottland, Wales und Nordirland eine Benachteiligung. Nicht zu Unrecht, bestand die diesjährige Mannschaft doch lediglich aus englischen und walisischen Spielern. Schotten und Nordiren suchte man im Olympia-Kader dagegen vergeblich.

Entscheidung bei den Frauen steht noch aus

Wie es allerdings mit dem britischen Frauen-Team in den nächsten Jahren weitergeht und ob es ein erneutes Auftreten in Rio geben wird, scheint noch nicht entschieden zu sein. Der Generalsekretär des englischen Fußball-Verbandes Horne äußerte zu diesem Thema nur ein lapidares „Wir werden noch darüber sprechen.“ Spätestens bis zum Start der offiziellen Qualifikation für Brasilien 2016 wird also eine Entscheidung fallen. Eine Tendenz ist, jedenfalls was den Frauen-Fußball angeht, noch nicht wirklich zu erkennen. Dies mag auch daran liegen, dass nach wie vor das Interesse am Männer-Fußball ungleich höher und die dafür zu treffenden Entscheidungen eine größere Brisanz mit sich bringen.

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